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Die Orthopädie stellt einen besonderen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Insbesondere Hunde leiden zunehmend unter
vielfältigen orthopädischen Erkrankungen, die neben dem Skelettsystem vor allem die Gelenke betreffen. Dabei gilt es,
neben den üblichen Rasseerkrankungen individuelle Prädispositionen zu beachten und die Diagnose möglichst frühzeitig zu stellen.
Die meisten orthopädischen Erkrankungen können heute erfolgreich in ihrem Fortschreiten beeinflusst und gemildert werden.
Ihr Bestehen bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass im späteren Leben schwer beherrschbare Lahmheitszustände auftreten müssen.
Der wichtigste Baustein in der erfolgreichen Behandlung orthopädischer Erkrankungen ist die gründliche Untersuchung des gesamten
Bewegungsapparates. Dazu gehört die Beurteilung der Lahmheit durch "Vortraben", um sich einen eigenen (vom Besitzer unabhängigen)
Eindruck von der möglichen Lokalisation, dem Schweregrad und differentialdiagnostisch in Frage kommenden Erkrankungen zu machen.
Anschließend werden durch Abfühlen aller beteiligter Lokalisationen bestehende Verspannungen, Muskelschwund oder "versteckte"
Gelenkverdickungen festgestellt. Erst danach wird der Patient in Seitenlage verbracht und die betroffene sowie mindestens die
gegenüberliegende Gliedmaße vollständig untersucht. Dieses vergleichende und umfangreiche Vorgehen ist notwendig, um sich einen
Gesamteindruck von der orthopädischen Verfassung des Patienten zu machen.
Nur so kann eine individuelle und optimale Lösung für eine bestehende Lahmheit gefunden werden.
Nachdem mögliche Ursachen eines orthopädischen Problems eingekreist sind, müssen Differentialdiagnosen abgeklärt oder die
vermutete Ursache bestätigt werden. Auch hier gilt, dass es keinen Patentweg gibt, der in allen Fällen zum gewünschten Ziel führt.
Die weitere Diagnostik muss für jeden Einzelfall durchdacht und zusammengestellt werden.
Dabei kommen insbesondere die röntgenologische Untersuchung, aber auch die Sonografie (Ultraschall), die Computertomografie, die
Arthroskopie oder bei verschiedenen Knochensystemerkrankungen eine Blutuntersuchung zum Einsatz.
Erst nachdem der wichtigste Schritt - die genaue Erkennung des Problems und die Einschätzung des Gesamtzustandes - getan ist, kann
über eine geeignete Therapieform nachgedacht werden!
Hier gilt ebenfalls, dass in keinem Fall ein Patentrezept besteht und daher jeder Patient als Einzelfall betrachtet werden muss.
Es führt selten nur ein Weg zum Erfolg.
Hier sehen wir unseren Vorteil, denn durch unsere Spezialisierung und Erfahrung können wir für jeden Patienten zusammen mit Ihnen
einen individuellen Therapieplan erstellen, der Ihrem Tier die größtmögliche Chance für ein weitgehend beschwerdefreies Leben bietet.
Kommen Sie auf uns zu. Ihr Ansprechpartner bei orthopädischen Erkrankungen ist Herr Dr. Oliver Lautersack
(Fachtierarzt für Chirurgie mit Weiterbildungsermächtigung).
Die gründliche orthopädische Abklärung benötigt viel Zeit, so dass eine vorherige Terminvereinbarung absolut notwendig ist.
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