1. Konventionelle Operationsverfahren
Tight Rope
Die konventionellen Methoden haben das Ziel, durch Eigengewebe (Bindegewebe oder Muskulatur) oder Fremdmaterial, wie Fäden oder Draht, die Stabilität des Kniegelenks wieder herzustellen, die durch den Kreuzbandriss verloren gegangen ist. Die modernste dieser aktiv stabilisierenden Methoden ist das sogenannte "Tight Rope" System der Firma Arthrex.
Abb. 2a: Verlauf des Tight Rope Fadens in Aufsicht auf das Kniegelenk
Abb. 2b: Verlauf des Tight Rope Fadens in der Seitenaufsicht
Wir setzen dieses Verfahren vor allem bei Katzen und kleinen Hunden ein. Dabei kommt ein sehr stabiles Band zum Einsatz, das durch sogenannte "Isometrische Punkte" gelegt wird, d.h. Punkte an Ober- und Unterschenkel, die bei Bewegung immer den selben Abstand zueinander halten. Dies soll einem vorzeitigen Abrieb entgegen wirken. Genaueres erfahren Sie unter http://www.arthrexvetsystems.com/de/produkte/Operationsanleitungen.cfm.
Allen konventionellen Verfahren ist jedoch ist jedoch die bislang ungelöste Tatsache gemeinsam, dass die sich ständig wiederholenden Belastungszyklen beim Laufen, Aufstehen, etc. zum Verschleiß der Implantate führen, wodurch letztlich eine erneute Instabilität entsteht. Dies hat Arthrosen und chronische Gelenksentzündung und im schlechtesten Fall den erneuten Riss des Implantats zur Folge.
Der Kreuzbandriss beim Hund
TPLO
TTA