Dr. Lautersack bei einer Magendrehung OP

Magendrehung (Torsio Ventriculi)

Die Magendrehung tritt besonders bei großen und tiefbrüstigen Hunden auf. Der Magen dreht sich aus nicht bekanntem Grund, sodass Ein- und Ausgang verlegt werden. Der Magen gast auf.

Die Erkrankung beginnt harmlos mit Unruhe und wiederholten, aber erfolglosen erbrechen. Die Hunde würgen meist nur gelblichen Schleim hervor. Nach einigen, wenigen Stunden (meist 2-3 Stunden) verschlimmert sich die klinische Symptomatik und der Bauch beginnt langsam, dicker und prall zu werden. Gleichzeitig wird Ihr Hund zunehmend schlapp. Dies ist spätestens der Zeitpunkt, um schnellstmöglich den nächsten Tierarzt aufzusuchen!

Schrecken Sie nicht vor der späten Stunde zurück - die meisten Magendrehungen werden abends oder nachts entdeckt. Warten Sie bis zum nächsten Morgen, hat Ihr Hund eine sehr schlechte Überlebenschance.

Wichtig: Gehen Sie zum Tierarzt, sobald Sie verdächtige Sympto­me wahrnehmen!

Der Erfolg liegt in der möglichst frühen und schnellen Operation:

Nach Rückverlagerung wird der Magen fixiert, sodass er sich nicht mehr verlagern kann. In manchen Fällen muss zusätzlich die Milz entfernt werden. Wird schnell operiert und sind die Schäden der Magenwand nicht zu stark ausgeprägt, hat der Hund eine sehr gute Überlebenschance.

In seltenen Fällen kann es nach der Operation zu Herzrhythmusstörungen kommen, die durch eine Herzmuskelschädigung - ähnlich dem Herzinfarkt - ausgelöst werden. 

Durch die laparoskopische Fixation des Magen über 3 kleine „Ports“ ohne weitere Eröffnung der Bauchhöhle kann die Magendrehung verhindert werden. Dieser Eingriff kann mit anderen Eingriffen wie die Kastration problemlos kombiniert werden.

Verlagerung des Magenausgangs auf die linke Seite.
Verlagerung des Magenausgangs auf die linke Seite.
Magendrehung, Röntgenbild vom Bauch, Faltenbildung ist durch Pfeile gekennzeichnet.
Magendrehung, Röntgenbild vom Bauch, Faltenbildung ist durch Pfeile gekennzeichnet.