Dr. Lautersackel behandelt einen Dackel vor einem Magnetresonanztomografen.

Frühuntersuchung auf Hüftsysplasie (HD) in der 16. Lebenswoche

Aus der Pädiatrie ist die Hüftfrühuntersuchung beim Säugling bekannt. Die Standards, der Zeitpunkt und der Ablauf sind beim Hund etwas anders, grundsätzlich ist aber eine Frühdiagnostik wie beim Menschen genauso möglich und sinnvoll.

Die Hüftdysplasie (HD) ist eine erblich bedingte Erkrankung tritt vor allem bei mittelgroßen bis großen Vierbeinern auf. Ob ihr Hund zu einer Rasse mit erhöhter Inzidenz gehört, können sie allgemein daran erkennen, ob ihr Rasseverband eine HD-Untersuchung im Erwachsenenalter vorschreibt. Durch eine kurze Untersuchung in Sedation ab der 16. Woche kann zuverlässig die spätere Entwicklung der Hüfte vorhergesagt und durch spezielle, teils wenig invasive Eingriffe beeinflusst werden. Dabei st der optimale Untersuchungszeitpunkt zu Beginn der 16. Lebenswoche (4. Monat). Die Untersuchung kann natürlich später auch noch durchgeführt werden., es verschließt sich jedoch das enge Zeitfenster der sogenannten Symphysiodese, die nur bis zum 5. Monat durchgeführt wird.

Um die Hüfte des Tieres optimal untersuchen zu können, wird der Hund sediert. So lässt sich die Festigkeit und Passform von Hüftkopf und Hüftpfanne am besten beurteilen. Anschließend werden verschiedene Röntgenbilder angefertigt sowie eine computertomografische Untersuchung durchgeführt. Die verschiedenen Einzeluntersuchungen ergeben am Ende ein zuverlässiges Bild über die weitere Entwicklung des Hüftgelenks.

Die Sedation belastet Ihr Tier nicht mehr als im späteren Leben. Nach etwa 30 Minuten kann ihr Hund wieder laufen und geht nach Hause.

Folgende therapeutische Maßnahmen stehen bei festgestellter Hüftdysplasie zur Auswahl:

  • 1
    Juvenile Symphysiodese
    (OP-Zeitraum: 16. bis 20. Woche)


  • 2
    Double Pelvic Osteotomie (DPO)
    (OP-Zeitraum: 8. bis 14. Monat)
  • 3
    Endoprothese
    (OP-Zeitraum: ab dem 8./9. Monat)