Frühuntersuchung auf Hüftdyplasie

Hüft-OP beim Hund durch Frühuntersuchung vermeiden

Ein Hund ist gern und immer in Bewegung, doch eine Hüftdysplasie verursacht starke Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten. Mit einer Frühuntersuchung können Sie einer großen Hüft-OP bei Ihrem Hund unter Umständen vorbeugen.

Sie haben eine Rasse, bei der Hüftdysplasie vorkommt (Neigung zu Hüfterkrankung)?
Ihr Hund ist 4 Monate alt?

Vorsorge ist wichtig!

Im jugendlichen Alter (optimal 4 Monate) kann die weitere Entwicklung der Hüfte sicher und zuverlässig beurteilt werden, so dass viele therapeutische Optionen offenstehen. Denn schon jetzt sind Unterschiede in der Stabilität der Hüftgelenke erkennbar. Bereits mit 5 Monaten wird es aufwendiger, die Hüftentwicklung positiv zu beeinflussen und entsprechende Maßnahmen zu treffen, die eine invasive Hüft-OP bei Ihrem Hund verhindern.

Daher ist ein frühes Erkennen entscheidend!

Zur Untersuchung wird der Hund in eine leichte Narkose gelegt (wie bei der HD-ED-Untersuchung), um die Festigkeit und Passform von Kopf und Pfanne beurteilen zu können. Anschließend werden verschiedene Röntgenbilder sowie eine COMPUTERTOMOGRAFISCHE UNTERSUCHUNG angefertigt.

Aus den verschiedenen Einzeluntersuchungen ergibt sich am Ende wie beim Mosaik ein zuverlässiges Bild über die weitere Entwicklung des Hüftgelenks.

Die kurze Narkose belastet den Hund nicht, nach etwa 30 Minuten laufen sie anschließend wieder nach Hause.

Bilder einer vollständigen HD-Untersuchung:

Eine Hüftdysplasie ist die häufigste erbliche Krankheit bei Hunden.

Zur Früherkennung einer HD werden Röntgenbilder und eine computertomographische Untersuchung gemacht. Röntgen- und CT-Aufnahmen erfolgen in unterschiedlicher Beinstellung.

Schonende OP-Methoden können die natürliche Hüfte des Hundes erhalten. Im CT werden Veränderungen des Hüftgelenks sichtbar.

Welche Möglichkeiten ergeben sich aus der Untersuchung?

Eine schonende OP-Methode kann zum Erhalt des natürlichen Hüftgelenks des Hundes beitragen.Abb. 1: Links sind die Hoden, rechts der Penis zu sehen. Die Schnittlänge entspricht in etwa der einer Kastration (sog. präskrotal).

Mit 4 Monaten kann durch die „Symphysiodese“ das Wachstum des Beckens positiv beeinflusst werden. Dadurch wird die Stabilität des Hüftgelenks deutlich verbessert. Bereits mit 5 Monaten ist jedoch das Wachstumspotenzial des Beckenrings bei den meisten Rassen schon soweit reduziert, dass der Eingriff nicht mehr effektiv ist! Daher ist die frühe Erkennung so wichtig.

Wenn der Hund älter ist, eine krankhaft lockere Hüfte, aber noch keinen Verschleiß am Gelenk hat, kann das Gelenk durch eine zweifache Beckenosteotomie (DPO) lebenslang gesund und voll belastbar gehalten werden. Durch die heutigen, sehr effizienten und schonenden Hüft-OP-Techniken belasten die Hunde das operierte Bein bereits am nächsten Tag wieder relativ normal! Dieser Eingriff führt im besten Fall dazu, dass der Hund ein Leben lang sein natürliches Hüftgelenk behält.

Wenn sich bei der Untersuchung eine schwere Hüftdysplasie herausstellt, kann heute durch moderne Endoprothetik sehr sicher und wenig invasiv lebenslang geholfen werden. Die modernen Implantate heilen extrem gut ein und zeichnen sich durch sehr geringen Verschleiß aus. Die Implantation einer Hüftendoprothese dauert im Schnitt etwa 1–1 ½ Stunden und ist so wenig invasiv, dass die Hunde das Bein bereits am Folgetag wieder leicht belasten.

Die Komplikationen sind bei diesen sehr standardisierten Eingriffen sehr gering.

WIR BERATEN SIE GERNE, Ihr Team der Tierärztlichen Klinik für Chirurgie in Ettlingen.

Dr. Oliver Lautersack

Dr. Oliver Lautersack ist Fachtierarzt für Kleintierchirurgie.

Das Team der tierärztlichen Klinik hat immer ein Ziel: die optimale Behandlung tierischer Patienten.

Immer für Sie da: Notdienst

365 Tage rund um die Uhr sind wir für Ihre Tiere da. Im Notfall können Sie sofort zu uns kommen. Wenn möglich, rufen Sie uns direkt an, so können wir uns optimal auf die Versorgung Ihres Tiers vorbereiten.